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Der Trend Geschäftstätigkeiten in das Internet zu verlagern und neben einem neuen Standbein den damit verbundenen Imagegewinn zu generieren ist ungebrochen. So kommen auch von konservativsten Unternehmen vermehrt Anfragen zur Umsetzung eines, für Ihr Geschäft, passenden Web- bzw. Internetshop. Der moderne Unternehmer muss sich einfach mit diesem Thema auseinandersetzen um dem Wettbewerb standzuhalten, denn dieser besitzt unerfreulicherweise meist schon einen funktionierenden Online-Auftritt mit Verkausfsraum. Neben der schwierigen Auswahl des passenden Shopsystems kommt den Bezahlverfahren eine besondere Bedeutung zu, denn auch diese müssen bei größeren, umsatzträchtigen Webshops kalkulatorisch eingerechnet werden. Es gilt möglichst wenig Marge durch die Kosten der Zahlungsverfahren zu verlieren.

Dies scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, denn die Payment-Anbieter machen Ihre Transaktionsgebühren transparent und man weiß genau welche direkten Kosten bei einer Transaktion entstehen. Damit ist der Fall aber keines Falls schon erledigt.

Die Menge der Geschäftsvorfälle im Onlinehandel wird zum kalkulatorischen Risiko.

Neben dem Prozess bedingten und Gesetzesvorgaben geschuldeten Risiko der Rückabwicklung bei Retouren, aus welchen Gründen auch immer, bleiben die Kosten der Transaktionsrückabwicklung der Zahlung sowie ein Gesamtausfall der Zahlung, wegen falscher Zahlungsart, meist unberücksichtigt. Klar ist, es entstehen:

Die direkten Kosten für das jeweilige Zahlungsverfahren.

Die Umsatzbeteiligung und die Transaktionsgebühren, die einem Onlinehändler vom Zahlungsdienstleister oder vom Payment-Service-Provider (PSP) in Rechnung gestellt werden sind relativ klar definiert. Allerdings können Onlinehändlern noch abweichende Kosten entstehen, je nach Abrechnungsmodell und abhängig davon, ob der Händler mit einem dazwischengeschalteten PSP oder direkt mit dem Zahlungsdienstleister oder beidem arbeitet. Diese Kosten sind meist offensichtlich und leicht zu errechnen.

Die indirekten Kosten für das Payment

sind umständlicher zu ermitteln. Das Wissen um betriebswirtschaftliche Kennzahlen ist hierbei von Vorteil. Wichtig dabei ist aber zu verstehen, dass diese Kosten ursächlich der Zahlungsart zuzurechnen sind, um eine tatsächliche Aussage über die Wirtschaftlichkeit einzelner Zahlungsverfahren treffen zu können. Dazu gehören:

  • Risikomanagement: Abgleich mit internen Schechtzahlerlisten, externe Auskünfte für die aktive Zahlartensteuerung.
  • Zahlungsstörung: das ewige Warten auf den säumigen Kunden, korrekter: die säumige Zahlung.
  • Opportunitätskosten: Zinsverluste durch Zwischenfinanzierung, quasi die Kreditkosten für das Warenlager anteilig bis zum Eingang der Zahlung.
  • Zahlungsausfall: Die Transaktion platzt und es geht (vorläufig) kein Geld ein.
  • Debitoren-/Forderungsmanagement: Dazu zählt sowohl das manuelle Verbuchen von Zahlungseingängen, die Zuordnung von Zahlungseinganen zu laufenden Transaktionen als auch der klassische Mahnlauf.
  • Zu wissen, dass eine Korrelation zwischen Zahlungsarten und Retourenhäufigkeit besteht Es gibt einen „Retourenkorrekturfaktor“ zur jeweiligen Zahlungsart.

 Zur Risikominimierung ist die Zahlartensteuerung Pflicht.

Hier gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten, die Kunden beim Bezahlen zu lenken: entweder im Rahmen einer sogenannten aktiven Zahlartensteuerung, die durch Berechnung der Zahlungsausfallswahrscheinlichkeit manchen Kunden lieber keine risikoreichen Zahlungsarten wie den Kauf auf Rechnung anbietet oder im Rahmen einer eher passiven Zahlartensteuerung, die jeden beliebigen Kunden durch Zahlartenaufschläge und Rabatte in Richtung der gewünschten Zahlarten bewegt. Die Motivation ist aber immer dieselbe: Die Kosten für die Transaktion so gering wie möglich zu halten. Zu Hilfe kommt hier eine empirische Studie von ibi Research deren Motto „“Unser Innovationsansatz macht Finanzdienstleistungen und den Handel messbar erfolgreicher!“ schon zeigt wo es lang geht. Die ibi-Studie fasst eine quantitativ aussagefähige Menge von repräsentativen Onlinehändlerin zusammen und bildet aus deren Angaben einen sogenannten Basisfall, der die

Kosten Deutschlands beliebtester Zahlarten abbildet.

Der Durchschnittshändler in der Studie hat dabei 2.979 Bestellungen pro Monat bei einem Warenkorb von 100,60 Euro und einer Retourenquote von sieben Prozent. Dieser Händler führte interne und externe Risikoprüfungen sowie Mahn- und Inkassoverfahren durch. Die internen Risikoprüfungen wurden mit identischen Werten über alle Zahlarten hinweg angesetzt, die Werte für die externen Risikoprüfungen durch Expertenschätzungen belegt. Dabei kamen folgende interessante, aber auch nachvollziehbare, Kosten pro Geschäftsvorfall ans Licht.

  • Sofort Überweisung 1,87 Prozent
  • Vorkasse per Überweisung 3,52 Prozent
  • Lastschrift (abgesichert über einen Dienstleister) 3,52 Prozent
  • Lastschrift 4,38 Prozent
  • Kreditkarte 4,42 Prozent
  • Paypal 4,85 Prozent
  • Nachnahme 5,08 Prozent
  • Kauf auf Rechnung (abgesichert über einen Dienstleister) 5,19 Prozent
  • Kauf auf Rechnung 8,31 Prozent

Bei ibi Research steht die Payment-Studie kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Nach der Erkenntnis, dass das die kommulierten Kosten der Zahlungsart eng verknüpft mit dem Ausfallrisioko sind gilt :

„Die Zahlartensteuerung im Onlineshop ist ein wichtiges Instrument zur Kostenkontrolle und trägt aktiv zur Marge bei.“

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