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Cloud-Computing, Shareconomy, Big Data sind nur einige der In-Themen dieses Jahres denen sich die Trend-Gurus missionarisch annehmen und gebetsmühlenartig lobpreisen. Die Cloud ist dabei das Topthema. Selbst die renommierte Gründerszene machte im März 2013 die Cloud als größten Techtrend 2013 aus, indem sie, nicht ganz uneigennützig im Sinne des vermeintlichen Reiserthemas, unrepräsentativ Unternehmen befragte die im Windschatten des Hypes das große Rad drehen wollen. Wohlbemerkt, dies war vor dem, von Edward Snowden, aufgedecktem Datenskandal und der Abhöraffäre mit den Spähprogammen PRISM und xKeyScore.

Heute sieht die ganze Sache etwas anders aus. Selbst die „Probiere-den-neuesten-Hype-aus-Nutzer“ sind aufgeschreckt. Die Geschenke der großen Anbieter mit kostenloser Cloud für den Privatgebrauch, seien es nun Google mit Google Drive, Amazon mit Cloud Drive, Microsoft mit Skydrive, Apple mit iCloud oder Dropbox werden zunehmend, auch von den jeweiligen Jüngern, kritisch gesehen.

Dabei ist die Taktik der üblichen Verdächtigen nicht wirklich innovativ und auch nicht neu. Der private Nutzer wird mit Produkten beschenkt die er natürlich auch am Arbeitsplatz nutzen möchte weil er sie bestens kennt. Schon Rockefeller hat mit einem ähnlichen Prinzip sein Vermögen gemacht.  Mit gleichem Kalkül verfolgt Microsoft das private Raubkopieren nur sehr halbherzig, denn der Software Gigant weiß, jede private Office Kopie hat einen kalkulierten Mehrwert, da der Raubkopierer natürlich am Arbeitsplatz mit eben diesem Office arbeiten will. Und hier gibt’s dann für raubkopierende Unternehmen kein Pardon. Da wird sehr genau hingeschaut und auch strafrechtlich verfolgt. Die Cloud ist dabei ein willkommener Erfüllungsgehilfe, denn Software, die aus der Cloud geladen wird lässt sich perfekt kontrollieren und eine Doppelnutzung ist ausgeschlossen.

Während große internationale Unternehmen in der Präh-Snowden Ära Synergien und enormes Potenzial zur Prozessoptimierung sowie Kosteneinsparung in der Cloud sahen ist jetzt ein Prozess des Nachdenkens in Gang gekommen, der das neue Geschäftsmodell der Internet Riesen zumindest nicht zum Selbstläufer machen wird, denn nun kommen Aspekte der Firmenspionage, Ausspähung und Kontrolle durch staatliche Organe ins Spiel.

Das Anzapfen der Cloud durch den Staat ist öffentlich geworden.

Insgesamt sind die kritischeren deutschen Unternehmen vermutlich noch einmal mit dem Schrecken davongekommen, da bisher nur wenige ihre Daten der Microsoft Cloud oder andern Anbietern anvertrauen. Das was bisher an Azure bzw. Office 365 Referenzkunden bekannt ist – ist marginal. Ein möglicher Schaden durch Ausspähung ist also derzeit  überschaubar.

Die Cloud Technologie und der Hype darum hat durch den Whistleblower Edward Snowden einen merklichen Dämpfer erhalten. Das Vertrauen in die Technik, die dem Staat gegenüber willfährigen Anbieter sowie den Staat selbst, der die Grundrechte seiner Bürger schützen soll, ist erschüttert.

Und Präsident Obama gibt zu : Yes we scan

Bei kleineren Unternehmen beobachte ich derzeit noch relativ wenig bis kein Interesse überhaupt Daten in die Cloud zu verlagern. Office 365 ist bisher noch in keinem Beratungsgespräch bei meinen Kunden ein Top Thema gewesen. Die Öffentlichmachung der vollumfänglichen staatlichen Spähpraktiken hat zur Sensibilisierung  gegenüber der Cloud-Technologie geführt.

Danke dafür und Alles Gute Edward Snowden…

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