amargolf@bst-systemtechnik.de

Kommunikation und schneller, einfacher Datenaustausch zwischen Menschen ist zweifelfrei ein beherrschendes Thema unserer schnelllebigen Zeit. Reale Kosten werden dabei gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Die großen Provider haben diesen Trend, mit der durchaus zuverlässigen SMS verschlafen und die SMS Cashcow solange gemolken bis dieser die Milch ausging, als WhatsApp der Melkmaschine mit seinem kostenlosen Service den Strom abstellte. Kostenlos ist in dem Zusammenhang natürlich Geschmacksache, denn der Nutzer bezahlt mit seinen Telefonkontakten die ungeniert auf den WhatsApp Servern landen und dort zur Weiterverbreitung und zu Werbezwecken genutzt werden. Schöne neue Welt. Sehr persönliche Daten mutieren zur harten Währung. Nimmt man Facebook und dessen damaligen Börsengang als Vergleichswert ist jeder User mit seinen Daten die er „freiwillig“ und eifrig liefert ca. 100 Dollar wert. Der Datenhunger von WhatsApp ist dabei ebenso gewaltig wie der von Facebook. Aber es gibt Alternativen.

Unstrittig liegt der Erfolg von WhatsApp im Anmeldeverfahren. Man muss einfach die App im jweiligen Store laden und sich per SMS registrieren. Die eigenen Kontaktdaten wandern wie von Zauberhand zum Server und schon kann es losgehen. Alle Kontakte die ebenfalls WahtsApp nutzen werden automatisch informiert. So war es einfach in kurzer Zeit über 400 Millionen freizügige User zu generieren. Facebook waren die Telefonnummern dieser User gigantische 16 Milliarden Dollar wert. Selbst heute.de berichtete ausführlich 😉 . 16 Milliarden macht pro Telefonnummer 40 Dollar, was wiederum ins obige Berechnungsschema passt.

Facebook wird die eingekauften Daten mit den eigenen Daten Abgleichen und Verknüpfen, das ist sicher. Die willigen User werden transparenter und können besser mit zielgerichteter Werbung versorgt werden.  Aber auch wegen der mangelnden, oft kritisierten, Sicherheit von WhatsApp lohnt ein Blick auf die zahlreichen anderen Messenger Angebote wie :

KakaoTalk

KakaoTalk

Dieser Dienst kommt mit putzigem Interface und scheint in Asien und dort im Besonderen in Korea den Nerv der User zu treffen. 60 Millionen Nutzer sprechen für sich. Mit iOS, Android, Windows Phone,  Blackberry und Bada ist KakaoTalk für alle Plattformen verfügbar. Textnachrichten, Fotos, Videos und Sprachnachrichten werden über eine SSL Verbindung verschickt. KakaoTalk ist kostenlos und hat über 50.000.000 Millionen Downloads im Play Store.
.

Webseite : http://www.kakao.com

Skype

SkypeSkype ist vom Werdegang kein klassischer Messenger sondern ein Video Chat System mit inzwischen aufgebohrten Funktionen die hier eine Listung rechtfertigen. So können neben klassischen Video Konferenzen auch Textnachrichten, Dokumente und Fotos versandt werden. Die App gibt es für Android, iOS und Windows Phone und das ist wichtig auch für den PC und Mac. Skype ist nicht so schlank wie andere Messenger und verlangt nach Bandbreite, man sollte sich also in einem WLAN befinden. Telefonie in Festnetz und Mobilfunknetze ist gegen Gebühr möglich. Die App und der Dienst sind kostenlos und über 100.000.000 Millionen Downloads im Play Store.

Webseite : http://www.skype.com

Line

LineMit über 340 Millionen Usern ist Line ähnlich populär wie WahtsApp und hat auch einen ähnlichen Funktionsumfang. Stimmt die Bandbreite ist es möglich mit anderen Nutzern weltweit zu telefonieren und auch Videos zu teilen. Darüber hinaus kann Line nativ die Handykamera nutzen und Fotos direkt mit Stickern versehen. Außer den üblichen Plattformen kann Dieser Dienst auch auf dem PC und Mac im Browser genutzt werden.

Line ist kostenlos für alle Betriebssysteme erhältlich.

Webseite : http://line.me

KIK-Messenger

KIKAuch KIK hat als relativ neuer Dienst bereits eine weltweite Nutzerbasis von über 100 Millionen Nutzern. KIK besticht vor allem durch seine Geschwindigkeit die bei WahtsApp ja nicht unbedingt glänzt. Fotos, Bilder, Videos und Skizzen lassen sich mit eingebundenen Karten tauschen. Zur Registrierung ist lediglich eine funktionierende E-Mailadresse notwendig. Man wird nicht gezwungen das Telefonbuch vom Handy hochzuladen bzw. seine Telefonnummer preiszugeben. Die Anonymität bleibt im Rahmen des überhaupt Möglichen gewahrt. Will man einen schnellen, Ressourcen schonenden Messenger ist KIK eine Empfehlung wert, zumal KIK kostenlos ist.

Webseite : http://kik.com

MessageMe

MessageMeDas junge Startup MessageMe hat derzeit noch eine überschaubare Nutzerbasis. Neben Text, können die eigene Location, Videos, Bilder und Musik geteilt werden. Letztere kann in der IOS Version auch gleich bei iTunes gekauft werden. Die Registrierung erfolgt über die eigene Telefonnummer. WhatsApp lässt grüßen. MessageMe ist kostenlos.

http://www.messageme.com

Viber

ViberViber ist ursprünglich als alternative zu Skype angetreten. Da Videotelefonie aber hohe Bandbreiten verlangt und diese auf Smartphones nicht regelmäßig zur Verfügung steht sind auch die typischen Messenger Funktionen hinzugekommen. Die App ist für alle Plattformen kostenlos erhältlich. Der Dienst ist auch im Browser nutzbar. 200.000.000 Millionen Nutzer setzen auf Viber.


Webseite : http://www.viber.com

Threema

ThreemaWarum die Kasper Systems GmbH aus der Schweiz einen dermaßen unsexy nach einer Krankheit klingenden Namen gewählt hat erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Nichtsdestotrotz hat Threema, obwohl kostenpflichtig zurzeit einen guten Zulauf weil gerade WahtsApp Nutzer nach sicheren Alternativen suchen und Threema auf europäischen Servern gehostet wird und der Dienst eine Ende zu Ende Verschlüsselung der gesharten Daten verspricht. Auch der schweizer Dienst bietet alle üblichen Messenger Funktionen und ist für iOS und Android verfügbar. Die Nutzerbasis ist derzeit allerdings noch immer sehr bescheiden.

Webseite : https://threema.ch

Telegram

TelegramDer futschneue Messenger Telegram reitet ebenfalls auf der hochgradig verstörenden Sicherheitsproblematik des überwachten Internets. Die Sicherheit der Daten wird also groß geschrieben. Snapchat, also Nachrichten die sich nach gewisser Zeit selbst zerstören und „sichere“ Cloud als Zwischenspeicher sollen neben SSL Vertrauen schaffen. Text, Fotos, viedos und Dateien sollen sicher geshart werden können. Die Code ist Open Source und soll es unmöglich machen Schnittstellen zu staatlichen Institutionen zu verstecken.  Telegram ist kostenlos und für IOS und Android erhältlich.

Webseite : https://telegram.org

WeChat

WeChat400 Millionen Nutzer weltweit, davon allerdings 300 Millionen in China, machen den WeChat durchaus zu einer Größe der Szene. Wechat verfügt über alle Features von WhatsApp, kann aber darüber hinaus mit eigenem Nachrichtenstream ala Facebook glänzen. Clients stehen für alle Handy Plattformen zur Verfügung. Eine Web App für Browser ist ebenfalls verfügbar. WeChat ist kostenlos und daher einen Blick durchaus wert.  Ob man sich allerdings einer durchaus denkbaren chinesischen Zensur und Kontrolle unterwerfen will ist mehr als Geschmacksache.
.

Webseite : http://www.wechat.com/en

Google Hangouts

HangoutsDer neue Messenger von Google heißt nunmehr Hangouts. Der Wirrwarr um Google Voice, Google Talk und Google+ Messenger hat damit endlich ein Ende. Hangout klingt schon cool ;-). Wer möchte das nicht? Über Text-, Voice- und Videokonferenzen ist auch das Tauschen von Dateien  problemlos möglich mit dem Google+ Account verknüpft ist keine besondere, zusätzliche Registrierung nötig. Neben den Clients für Smartphones können auch alle üblichen Browser den Dienst nutzen solange ein Google+ Account existiert.
.

Webseite : http://www.google.com

ChatOn

ChatOnMit ChatOn versucht Samsung seine Smartphone Nutzer zu binden. Bei genauem Hinblick entpuppt sich ChatOn als simpler WhatsApp-Klon. Schon fast typisch asiatisch, schnell mal kopiert.  Entsprechend ist natürlich auch der Sicherheitsstandard. ChatOn ist kostenlos und noch im frühen Entwicklungsstatus..

Webseite : https://web.samsungchaton.com

Facebook Messenger

Facebook MessaengerDer Messenger erfreut sich natürlich durch die gewaltige Facebook Durchdringung einer großen Beliebtheit und Verbreitung. Die App unterstützt neben normalen Textchat, Gruppenchat und das Teilen von Fotos in Echtzeit. Ob Der Facebook Messenger mit WhatsApp zusammengeführt wird, wird sich zeigen. Zur Zeit suchen viele WhatsApp Nutzer nach geeigneten WahtsApp Alternativen um dem Datenkraken Facebook zu entgehen.

.

Webseite : https://www.facebook.com/mobile/messenger

Fazit auf der Suche nach WhatsApp Alternativen

Diese kleine Listung an Alternativen zu WahtsApp erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit sondern soll lediglich einen subjektiven Überblick geben. Die Frage welchen Messenger man verwenden will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mag für den Einen der Funktionsumfang im Vordergrund stehen so ist für den Anderen der Sicherheitsstandard entscheidend. Wichtig ist natürlich auch die Verbreitung und die Einfache Bedienung. Für mich ist KIK aufgrund der extremen Schnelligkeit, Einfachheit und der Tatsache, dass man seine Telefonnummer und seine Telefonkontakte nicht preisgeben muss durchaus eine Empfehlung wert. Darüber hinaus kann es aber auch sinnvoll sein mehrere Messenger zu nutzen um alle Freunde zu erreichen.

Eins ist sicher: WhatsApp Alternativen gibt es wie Sand am Meer

Sollte Ihnen das Angebot gefallen, empfehlen Sie es gerne weiter.
Like Button, der nicht nach Hause telefoniert

4 Kommentare

  1. Daniel-Reply
    24. Februar 2014 at 08:47

    Ich habe aus Datenschutzgründen definitiv keine Lust mehr auf Whatsapp, aber momentan ist deinstallieren noch keine Option für mich. KIK gefällt mir als Alternative sehr gut. Das Problem ist nur, dass ich erst meine Freunde davon überzeugen muss zu wechseln. Den meisten ist der Datenschutz egal, oder sie wollen eher bei Whatsapp bleiben. Damit scheitert die Idee des Systemwechsels in meinem persönlichen Umfeld.

  2. Nik-Reply
    16. März 2014 at 15:39

    Da scheitert überhaupt nichts, wer nicht mitgeht kann sich von der Freundesliste verabschieden… echte Freunde interessieren sich für einen und die eigenen Interessen, wem das egal ist und die eigenen Daten und somit auch die Daten der Leute mit denen man Kontakt hat, der ist es nicht wert.

    Alle die WA treu bleiben werdens früher oder später merken wenns zu spät sein wird, und die FB User sind ohnehin nicht zu retten.

    Privatsphäre hatte mal einen hohen Stellenwert, wird Zeit dass sich einige wieder besinnen!

  3. 20. März 2014 at 10:59

    Eine sehr schöne Übersicht. Ich selbst bin aktuell auch auf der Suche nach einer Alternative für Whatsapp und werde mir daher die einzelnen Möglichkeiten einmal genau anschauen, wobei ich bei keinem Messenger davon überzeugt bin, dass die Daten 100% sicher sind.

  4. 29. Mai 2014 at 10:33

    Danke an den Autor !

    Sehr interessant…

    Nun auch ich versuche seit letztem Freitag (Änderung der AGB v. WhatUp !) einen neuen Messenger zu finden.
    Der Nik vor mir spricht mir aus der Seele, ich kann sowieso nicht verstehen, warum User FB & Co die Wohnungsschlüssel und PIN und TAN ihrer Bankverbindungen zu Füßen legen.

    Eine Freundin schreibt mit mir über KIK. Aber auch hier habe ich Bedenken !
    Warum werden die Daten „NIE“ mehr gelöscht ? Selbst löschen geht auch nicht.
    Wer finanziert KIK und warum ? Diese Server kosten irre Geld und Beschäftigte auch.
    Nun habe ich heute herausgefunden, dass KIK Bestandteil von INSTAGRAM / Facebook ist ! Diese Firma sollte ja jedem bekannt sein oder ?

    Hier noch ein Link, welchen ich gerade auch entdeckt habe:

    http://www.stroica.com/2010/11/08/unsicheres-instant-messaging-mit-kik/

    Dort wird wenn auch wenig, über die fehlenden Verschlüsselungen eingegangen, die aber wirklich ohne großen Aufwand anzuwenden wären.
    Fazit: kostenlos macht keiner etwas, ohne einen Nutzen daraus zu haben !
    Nur sollte der für Jedermann ersichtlich sein ! ! !

Schreiben sie einen Kommentar

Lösen sie folgende kleine Aufgabe zur Spamvermeidung *

#07A6D0#CCCCCC1
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlickeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.